Das Sonnwendköpfl hoch über Kössen gelegen, ist ein sehr schöner Aussichtsberg. Wohl sehr selten hat man so eine herrliche Aussicht in die Tiroler Bergwelt und darüber hinaus, wie hier. Die Tour ist klein an Höhenmetern, steil zu besteigen und gerade jetzt im Winter sehr strapaziös, weil der Untergrund durchwegs eisig war. Wir wissen uns zu helfen und haben die Grödeln an den Schuhen. Südseitiger Aufstieg bedeutet nicht immer, dass die Wege schnee- und eisfrei sind. Mal liegt hoher Schnee auf wenigen Metern, dann wieder Dreck, Steine, Laub und oftmals darunter versteckt Eis in allen Variationen. Deshalb meine Bewertung hinsichtlich Kondition und Technik für die heutigen Verhältnisse eine "4". Bei nicht winterlichen Bedingungen würde wohl eher eine niedrigere Bewertung zutreffend sein. Auf dem Sauermösenplateau angekommen, herrlichste Aussicht in einer traumhaften Winterlandschaft vor bezauberndem Panorama. Was will man mehr?
Start war für unsere Tour in Kössen/Mühlberg am Parkplatz Gugg. Hier eine erfreuliche Situation: Man verlangt eine freiwillige Abgabe von 1,50 € in die aufgehängte Sparkasse. Da wirft man gerne ein! Danach geht es gleich zur Sache, steil aufwärts auf den zuvor genannten Bedingungen. Bald ist die Ochsenalm erreicht, dann hinüber zur Frankenalm und weiter kurz vor die Dichtler Alm, wo man dann in den Steig hinauf zum Sonnwendköpfl einsteigt (sehr gut ausgeschildert). Dieser Steig ist steil und fordernd.
An der Sauermöseralm lohnt eine Pause, denn dann geht es noch zum Sonnwendköpfl (10 Min.) und danach über den Kamm hinüber zum Abstieg der zum Taubensee hinunter und am nördlichen Ufer entlang verläuft. Der See ist zur Zeit dick zugefroren und gefahrlos zu begehen. Danach erfolgt ein kleiner Anstieg zum Taubenseehaus, neuerdings Taubenseehütte genannt. Etwas übertrieben für ein riesiges Gebäude. Von hier wieder ein gigantischer Ausblick. Der Abstieg gestaltet sich zum Teil sehr gefährlich, weil an verschiedenen Stellen blankes Eis, in den Steilstücken selbst für Grödeln unter den Sohlen grenzwertig, war. Höchste Vorsicht war geboten. Danach verzweigt sich der Weg und man gelangt links wieder zur Aufstiegsspur und zum Rückweg zum ausgeschilderten Parkplatz Gugg. Hier schließt sich der Kreis einer wunderschönen Winterbergtour!
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