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Tour #160230: Val Vajolet von Pera bei Pozza di Fassa

Kategorie: Mountainbike
Italien » Trentino-Südtirol » Dolomiten » Pozza di Fassa

Rif. Stella Alpina, kurz oberhalb des Rif. Gardeccia mit Blick Richtung Auffahrt

Tourendatum: 06.09.2017

Tourencharakter: MTB-Tour zu einer der berühmtesten "Pilgerstätten" für Dolomiten-Touristen im Herzen des Rosengartens, zum Rif. Vajolet mit anschließender Wanderung zur Gartl- und Santnerpasshütte. Auffahrt von Pera bis Rif. Gardeccia auf Teerstraße, die restl. ca. 300Hm auf z.T. recht steiler Sandstraße (Schiebestellen). Abfahrt über Ciampedie (Rif. Negritella, Bergstation Bergbahn von Vigo herauf) hat wegen der vielen Wanderer leider MTB-Verbot  (nur sinnvoll zu Zeiten, wenn kaum Wanderer unterwegs sind, also Bergbahnen außer Betrieb sind). Abfahrt vom Rif. Negritella nach Vigo auf z.T. extrem steilem Pistenfahrweg (Alternative wäre möglich). Landschaftlich tolle Eindrücke.

Tourenverlauf:

Vom PP in Pera (ca. 1320) zurück zur Hauptstraße, nach deren Unterquerung jenseits geradeaus hoch, dann rechts durch Rualp und wieder etwas fallend zur Einmündung in die Auffahrtsstraße nach Muncion. Nach Municon (1511) ist Fahrverbot für Kfz., es verkehren aber Kleinbusse, die vom Tal Touristen zur Gardecciahütte hochfahren.

Hinter Municon beginnt das Val de Vajolet, je weiter man taleinwärts radelt, desto mehr Felsberge sind oberhalb der Straße zu bewundern. Auf dieser angenehm zu fahrenden Teerstraße erreicht man schließlich den Gardeccia-Talboden mit einigen bew. Hütten u.a. das Rif. Gardeccia (1950). Hier komme ich mir vor wie in den meisten von Touristen übervölkerten Pilgerzentren: einige bew. Hütten unmittelbar nebeneinander, sogar ein Kiosk und sonstiger Touristen-Klimbim. Nach einer kurzen Pause radle ich auf dem Sandfahrweg weiter Richtung Rif. Vajolet, der Weg wird nach kurzer flacher Steigung über 2 Kehren recht steil, ich muss immer wieder etwas warten bis die vor mir gehenden Wanderer wieder etwas Abstand gewonnen haben, da für ein Befahren der Steilabschnitte ein Mindesttempo erforderlich ist, um nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen. Anschließend wird es wieder flacher und ich kann mich für die nächste Steilstufe etwas erholen und einige der Wanderer hinter mir lassen. Der nächste Steilabschnitt wurde wegen der starken Steigung mit einbetonierten Steinen versehen, hier kam für mich nur Schieben in Frage, doch schon nach relativ kurzer Strecke war die Straße wieder fahrbar. So erreichte ich unter vielen bewundernden Blicken von Halbschuh-Italienern zu meiner Überraschung mit nur wenig Schieben das Rif. Preuss und daneben liegende Rif. Vajolet (2443). Hier heroben herrschte wieder eine Art Volsfeststimmung: viele Jugendliche, die ihre Lebenslust lautstark zum Ausdruck brachten, ja vermutl. ganze Schulklassen, die hier anscheinend einen Ausflug genossen, neben den normalen Tages-Wander-Touristen aus aller Welt, die die herrliche Bergkulisse bewunderten.

Nach einer Pause und Deponieren meines Bikes stieg ich auf sehr gut gesichertem Steig zur Gartlhütte (2621) unterhalb der berühmten Vajolet-Klettertürme auf. Dort kann man den Kletterern beim Erklimmen der scharfen Delagoturm-Kante zusehen. Ich bin noch weiter zum Santnerpass (2734) mit gleichnamiger Hütte (geschlossen) aufgestiegen, um den herrlichen Talblick von dort oben zu bewundern (Gesamtaufstieg vom Bikedepot ca. 1h).

Nach Rückkehr des lohnenden Felsausfluges fuhr ich vorsichtig wieder zur Gardecciahütte ab, bog dort rechts ab auf den Fahrweg (Nr. 540), der später an einer Weggabelung ein Bike-Fahrverbot Richtung Bergstation Ciampedie hatte. Ich wollte meine Tourenplanung nicht ändern und fuhr trotz der vielen Wanderer immer auf italienisch freundlich grüßend auf dem recht schönen Fahrweg durch lichten Wald in leichtem Auf und Ab weiter zum Rif. Negritella, nahe der Bergstation.

Vom Rif. Negritella fahre ich auf einem anfangs flachen Fahrweg südwestwärts am Hang entlang, dann wird der Weg deutlich steiler und verläuft neben der Piste direkt hangabwärts. Ich folge diesem Pistenweg weiter, er wird stellenweise so steil, dass ein Bremsen auf dem rel. losen Geröll sehr schwierig wird . Schließlich gehts über ein extrem steiles Stück zu einer betonierten Straße hinab, auf der ich weiter talwärts fahre. Kurz oberhalb Vigo wechselt der Belag von Beton auf Teer und es flacht deutlich ab. Ich fahre durch den Ort weiter talwärts zum Radweg am Fluss Avisio, auf dem es zurück nach Pozza di Fassa und Pera geht.

PS: Wie ich in meiner Landkarte nachträglich sehen konnte, wäre es möglich nach dem ersten noch rel. flachen Pistenfahrweg (ca. 1840) der Sandstraße nach rechts zu folgen und über diese ins Tal abzufahren. Hier würde man oberhalb von Vigo auf die Karerpassstraße kommen und auf der in den Ort abfahren.

Weitere Fotos siehe weiterführenden Link unten.

 

Tour Galerie

Tour Karte und Höhenprofil

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