Tag1 - Auf nach Thailand: von Davos nach Thusis.
Frühstück um 0730 im Elli – alles da, mit lecker Müsli – zahlen und los geht’s. Noch schnell bei der Bank vorbei und jeder steckt sich noch 500 Fränkli in die Tasche. Sind mächtig viele lustig gekleidete Juden hier zur Sommerfrische, Wirt meinte ist alle Jahre so. Kurze Anfahrt zur Parasenn Standseilbahn und aufi aufs Weißfluhjoch auf 2663m. In der Bergstation Verwirrung wohin geht’s denn?? 3x im Tunnel auf und ab gefahren. Dann plötzlich Klarheit, den andern hinterher. Netter Höhenweg, vereinzelt durch Galerien bis zum Strela Pass, dann S2-3 runter nach Jatz. Hier nicht den Forstweg weiter (logisch) sondern über den Haupterbällibach und 300 knackige Höhenmeter Schinderei auf einen Buckel und S2-3 Abfahrt nach Medergen. Weiter über Tieja Richtung Arosa auf einem spitzen Trail mit allen Extras runter zum Plessursee und kleinem Anstieg auf Teer zum Obersee in Arosa. Rein in die Gondel und rauf aufs Weißhorn auf 2653m. Brutal steiler S2-3 zu Beginn, mit Chickenway machbar, aber kein Problem für die Techniker unter uns. Weiter über S1 mit kurzen Schiebe und Tragestücken Richtung Hörnli. Beim Anblick der 200hm Auffahrt zur Bergstation war klar wir fahren ab zum Hörnliexpress und machen‘s mit der Bahn. Unspektakulär da viel Forstweg. Oben kurze Wartezeit und rüber mit der Gondel ins Lenzerheide Gebiet. Besser wäre gleich am Traileinstieg runter zum Hörnliexpress zu fahren und sich die Fahrerei sparen. Drüben angekommen steil hochgeschoben aber gleich wieder abgefahren zur Straße die weiter zur Mittelstation Scharmoin, hier geht’s in den Bikepark. Die blaue Line abgefahren mit Actionfotos ohne Action abgerundet. Jetzt pressiert’s, wir sind spät dran und haben grad noch so die beiden Sessellifte (mit Schauer im Lift – Regenklamotten an) hoch auf den Scarlottas 2321m geschafft. Ab jetzt haben wir Zeit, die brauchen wir auch da der geplante Weg uns zuerst über einen kurzen sehr schönen Trail S2 führt, dann aber in einer echt fiesen und anstrengenden Schieberei mündet um über Creusen nach Terziel zu kommen. Es folgt der Urwaldtrail S1 mit mannshohen Brennnesseln am Bach entlang, man sieht den Boden nicht auf dem man fährt, macht aber Laune und man hat lange was davon da die Brennnesseln noch bis zum nächsten Tag zu spüren sind. Noch zwei schöne S1 Trails die zwar noch mit ein paar hm verbunden sind haben sich aber rentiert. Nach ein paar Metern kurz vor Thusis auf der Hauptstraße in „Sils im Domleschg“ Stop am Gasthof Post und im 4er Zimmer eingecheckt. Noch 40Sfr runter gehandelt und eine Halbpension rausgeschunden. Nice. Top modernes Haus hätte man von außen nicht gedacht. Es gibt Thai Küche und 8 Bier dazu. Ein super erster Tag. Augen zu um 2230.
Tag2 - Die harte Reise nach Vrin (nicht am Chiemsee)
Schnelles leckeres Frühstück und ab zum Busbahnhof Thusis. Wetter im Tal bedeckt aber einigermaßen warm. Räder an den Bus und hochgefahren nach Obertschappina, ins schlechte Wetter. Weiter zum Glaspass auf der Straße im Nieselregen. Alle in Regenklamotten. Top S2 Trail runter nach Safien, trotz Nässe sehr guter Grip aber miese Aussicht. Jetzt beginnt eine lange Teerauffahrt die am Ende in einer kleinen Exkursion entlang des Baches Rabiusa mündet. Ab dem Zeitpunkt wird es steil, zu Beginn auf Double Track Beton dann Schotter stopseln, schieben und tragen wir hoch zum Tomülpass neben dem Piz Tomül. Ab da schöner S2 Trail raus nach Vals. Wetter wechselhaft. Ab jetzt leider einige Höhenmeter auf der Straße vernichtet. Noch an der Straße haben wir an einer Bushaltestelle, der Regen hat aufgehört, kurz Pause gemacht und die Schuhe so gut wie möglich vom Wasser befreit und die Socken geschleudert. In Surcasti runter vom Teer und rauf auf den Beton. Wird bald zum Forstweg und auch unerwartet steil. Immer weiter nach Vrin, das zieht sich und ein Ende kommt nicht in Sicht. Andi kommt schon am Zahnfleisch daher. Und noch eine 50hm Abfahrt (versteckte Höhenmeter tun besonders weh) die auf der anderen Seite des Baches wieder hoch gestrampelt werden müssen. Aber schlussendlich doch alle geschafft. Der Zielpunkt im GPS ist leider nicht wie versprochen die Übernachtungsmöglichkeit, aber es war nicht schwer das einzige Hotel/Pension Pez Teri 300m weiter zu finden. Hotel?? Eher Hüttencharme. Essen aber sehr gut und für jeden gab’s 3 Bier. Im Zimmer Klamotten Waschen die Heizung an, Fenster auf und gute Nacht um 2300. Ein harter Tag für harte Kerle.
Tag3 - Die schöne Fahrt ins Tessin
Aufgewacht und herrliches Wetter, glasklar dank dem Regen vom Vortag. Wäsche so gut wie trocken. Na das passt ja wunderbar. Frühstück 1A. Wie machen die das mit dem lecker Brot und der Kruste… . Noch 300hm Teerstraße zum warm radeln, bis zur Jurte, dann geht’s auf dem Wanderweg zu Fuß rauf bis zum Übergang auf 2430m und dann knackigen S3 runterschieben. Danach ewig auf der Hochebene dahin und zum Schluss Rennen mit Wanderin hinunter nach Olivone. Sie hätte fast gewonnen, weil Andi mal wieder Platt war. Hinten. Weiter auf Asphalt bis zum Bründl und Wasser fassen, alle fast leer. Da kommt die hübsche Hundeführerin an… . Plan war eigentlich Auffahrt mit Trailabfahrt zum Luckmanier, aber der Akku war wohl schon bei dem ein oder anderen leer. Also runter neben dem Tunnel nach Olivia, und die Wartezeit auf den Bus mit einem 10-Pack und Brotzeit versüßt. Kaum am Pass angekommen und ausgestiegen, die Bikes warn auch schon runter, rennt ein mächtig aufgeregter Andi aus dem Hospiz und schreit „Halts den Bus auf“ „Halts den Bus auf“. Irgendwas ist wohl noch drin gewesen. Und tatsächlich der Bus war schon unterwegs, hat nochmal gehalten und alles wurde wieder gut. Top Radlwäsche mit Radlflasche und Schwamm (Bert ich bin beeindruckt). Am Abend wieder Halbpension. Dunkelhaarige Bedienung mit flotter Frisur bringt viele Biere. Zimmer wie im Knast mit Etagenbad und –klo.. Was soll‘s gute Nacht.
Tag4 - Auf nach Davos
Der Blick aus dem Fenster verrät nichts Gutes. Bewölkt aber trocken. Nach dem Frühstück um 0730, gerade als wir los wollen, fängt es direkt an zu pissen und hört auch nicht auf. Also los hilft nix. Wirt meinte noch: macht‘s das Beste draus. Bis auf 2220m hochgeschoben, die Überschuhe leiden sehr. An der Kreuzung am Pass die Frage weiter hoch auf der ursprünglich geplanten Route in den Schnee oder abfahren Richtung Tal. Es geht abwärts auf dem nett dahinfließenden Wiesentrail über den Forstweg vorbei an 2 großen Seen bis zur Staumauer. Im Regen halb so schön wie es sich anhört. Nach 2 Asphaltkehren die Entscheidung (es regnet nicht mehr es nieselt) auf einem Wanderweg um den Berg rum auf die Ursprungsabfahrt zu queren. Geht anfänglich leider bergauf, immer schiebend, am schwarzen Einhorn vorbei über an ein Gehöft, alles verschissen (Pferde), und wird später nach gefühlt ewig langer Double Track Abfahrt zum Traumtrail. Anspruchsvoller S1-2 da wurzelig und nass bis kurz vor Airolo. Alle haben genug und die Frage: "was mach ma?" wird nach kurzem Wettercheck einstimmig mit „Abbruch“ beantwortet. Ab zum Bahnhof und Tickets gekauft. Der Zug fährt uns vor der Nase davon. Eine Stunde warten dann kommt der Nächste. Mit Bier und Brotzeit die Zugfahrt versüßt. Nach 3mal umsteigen und gut viereinhalb Stunden Fahrzeit sind wir um 1730 abfahrbereit wieder in Davos bei den Käseglocken. Und los, es geht nach Nauders - jeah. Und tatsächlich, das Wetter wird besser und dank mobilem Internet ist auch geschwind eine Unterkunft der Alpenhof Nauders gefunden. Netter Wirt schickt uns direkt zum Stadlwirt zum größten Schnitzel Österreichs. Nix wie hin, ist die Hölle los, und als wir an die Bar gesetzt werden bricht draußen der Himmel auf und es schüttet wie aus Kübeln, Blitz und Donner ist auch reichlich dabei. Lecker Schnitzel mit diversen Bieren und Nachtisch machen uns zufrieden. Unglücklicherweise bieselts beim Heimgehn immer noch und der Schirm wir nur zu ungern geteilt. Noch ein Radler im Hotel, dann geht’s ins Bett.
Tag5 - Bikepark Nauders
Um 0730 gefrühstückt und beschlossen noch eine Nacht anzuhängen. Noch schnell die Bikes gecheckt und Bremsbeläge gewechselt und 3 Mann gehen biken. Der 4. Geht zum Bremse wechseln nach Landeck und stößt mittags um 1300 wieder zur Truppe mit tip top Bremsen. Übermut tut selten gut und der Wurzelstock der zum abziehen einlädt hat keinen schönen Auslauf, das wird manchem zum Verhängnis. Nur ein paar Kratzer, das heilt. Wir sind also den ganzen Tag geshuttelt und haben das Gebiet einigermaßen vollständig abgegrast, am besten waren wie zu erwarten die selbst erstrampelten Strecken. Zu erwähnen bleibt die wirklich feinste Wurzelbehandlung der Gegend hinter dem Grünsee. Bei der letzten Abfahrt, die wie wieder nur zu dritt fahren dürfen (Bert hat nach Bodenkontakt keinen Spaß mehr gehabt) nochmal die Bunkertour mit einer anderen Variante oben rum. Das Gewitter im Rücken treibt an und die dicken Tropfen verheißen nichts Gutes. Egal weiter und zwar geschwind am Reschensee vorbei runter nach Nauders. Die 11fach Fahrer unter uns kommen mit dem Treten fast nicht mehr hinterher. Zum Schluß sind dann alle wieder da und nach der Dusche geht’s zum Pizza essen ein Haus weiter. Wär ma bloß wieder zum Stadlwirt…. Schaun wir mal was morgen kommt. Gute Nacht.
Tag6-Göflaner Schartl (ohne GPX)
Nach dem Frühstück alles wieder aufs Auto gepackt und ab ins Vinschgau. Hotel Montani in Morter hat noch ein 4er Zimmer für uns, jippieh, der Abend ist gerettet. Nach einer Stunde stehen wir in Martell Dorf am Buswendeplatz und packen die Räder aus. Vorher aber noch schnell die Klamotten am Montani abgegeben. Jetzt beginnen die wirklich fiesen Höhenmeter bis kurz unters Schartl, die letzten 250hm sind nur schiebend/tragend zur erklimmen. Und eine 1A Abfahrt am Grat entlang entschädigt für die davor erlittenen Schmerzen. Rein in den Holy Hansen und kurz vor Ende wieder 300hm die Straße hoch zum Blasegg. Cooler Weg am Hang entlang rüber nach Morter, kurz noch genauer nach den Schwammerln geschaut, und rein ins Spitzkehrenmassaker. Pfff. Mal wieder hinten Platt beim Schlauchfahrer. Dank der Übung die sich mittlerweile eingestellt hat wechselt’s den Schlauch recht schnell und es geht weiter abwärts bis zum Sägewerk. Wieder rauf auf die Burgruine und abschließend noch die Kehren runter zum Hotel. Aus der geplanten Gondeltour wird leider nix mehr, es schüttet wie blöd. Also Alternativprogramm gestartet, rein in die Sauna und langsam aufs Abendessen vorbereiten. Am Ende sind alle voll und glücklich.
Tag7 - Bozen Kohlern, oder doch lieber Monte Roen
Top Frühstück im Montani, wie immer. Um 0845 fahren wir los. Kohlern oder Roen?? Kohlern! Um 10 die erste Auffahrt und über Schneiderwiesn zum Toten Moos, kurzer Verfahrer und nach kurzer Forststraßenabfahrt rein in den verwachsenen 7er. Ganz nett und recht feucht, da es wieder die ganze Nacht geregnet hat. Dann rein in den Schulsteig der uns zur Gondel zurückbringt. Auch sehr fordernd. 2. Auffahrt wieder Schneiderwiesn und in den 3er in der Falllinie auf den 9er. Über mehrere Hangrutsche wieder zur Gondel und auf zum 3. Aufstieg. Wetter wird zunehmend schlechter. Oben gleich wieder in den Downhill der es in sich hat. Aba so richtig. Nach den 700hm die die Gondel macht brauchst nix mehr. Jetzt aber flott alles eingepackt, umgezogen, am Waschbecken Katzenwäsche und rein ins Gewitter. Jetzt regnet‘s aber mal richtig. Vorbei am Stau auf der Autobahn die alte Brennerstrasse entlang bis es wieder geht. Und am Brenner ab zum Pizza essen. 30 Minuten später sind wir schon wieder unterwegs und fahren über Zirl nach Garmisch und um kurz nach 20 Uhr war ich wieder zu Haus. 3300tm. Schee wars.
Fazit:
Es gibt nur zwei Stufen von Trails geile und sehr geile, Wetter spielt dabei keine Rolle.
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