Der Stuhlkopf als wunderbares Ziel einer Bergwanderung in das Gebiet "Klein Kanada" ist seit September 2024 eigentlich nicht mehr passierbar. Ein verheerender Sturm mit gewaltigen Niederschlägen hat etwa zwei Drittel der Bäume auf der Südseite entwurzelt, geköpft oder abgebrochen. Ein Trauerspiel, wenn man die Gegend vorher kannte. Seit dieser Zeit ist der Zugang mit Hinweisschildern verboten, obwohl der Aufgang zur Gräbenalm und zu den Jochbergalmen (Sottenalm und Pötschalm) einwandfrei zugänglich ist. Da aber Holzfällarbeiten durchgeführt werden, ist die Beschilderung gerechtfertigt.
Da die Holzfällung derzeit ruht, wagten wir einen vorsichtigen Gang hinauf über die Gräbenalm bis zum Sattel, von wo aus man zum Stuhlkopfgipfel abzweigt. Dort ist ein Weiterkommen in Richtung Gipfel und hinunter Richtung Jochbergalmen unmöglich. Überall liegen Bäume jeder Stammstärke kreuz und quer, ein Weg ist nicht mehr erkennbar. Es gibt Richtung Almen nur noch einen Steig auf dem alle querliegenden Bäume durchgesägt und auseinandergezogen wurden, so dass man weitgehnd ungestört gehen kann. Wir gingen so weit, wie auf dem Track angezeigt, dann suchten wir uns einen Abstieg und gelangten westlich, unterhalb der Pötschalm, wieder auf den Weg der aufwärts zu Pötsch- und Sottenalm führt. Entsprechend der Sperrung war keine Spur vorhanden und wir mussten selbst spuren.
Ich möchte mit diesem Eintrag davor warnen, jetzt und in den nächsten Jahren, einen Gang zum Stuhlkopf zu unternehmen. Ob und wann die Bäume aus dem Weg geräumt sind, läßt sich anhand der großen Zahl von Bäumen, der damit verbundenen Kosten und dem teilweise unzugänglichen Gelände nicht abschätzen. Der Weg zu den Almen dürfte davon aber nicht betroffen sein.
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