Touren auf die Loferer Alm habe ich schon mehrfach hier vorgestellt. Gestern kam eine neue Variante hinzu. Die Strecke von Unken auf dem Saalachtalradweg/Tauernradweg bis Lofer habe ich bisher nicht befahren. Erstaunt waren wir, dass in Lofer die Almbahn geschlossen war und die auf der Strecke bis hinauf zum höchsten Punkt der Loferer Alm vorhandenen Einkehrmöglichkeiten alle geschlossen waren. Des einen Freud, des anderen Leid. Für uns pure Freude, denn die Loferer Alm war fast menschenleer. Des Rätsels Lösung: Wir befinden uns in der Nebensaison (17.09.- 02.11.26) und da sind die Lift- und Beherbergungsbetriebe im Tal und auf der Alm jeweils nur von Donnerstag - Montag geöffnet. Für uns war dies die Freude, denn wir haben unsere Berotzeit immer im Rucksack dabei und waren deshalb gut gerüstet.
Die Fahrt begannen wir am kostenlosen Parkplatz unweit der Kirche. Am sehenswerten Soldatenfriedhof vorbei, die Hauptstraße entlang, nach rechts aus dem Ort heraus und Richtung der Staatsstraße aus dem Achbergtunnel herauskommend, folgten wir der ausgeschilderten Radstrecke "Tauernradweg". Nach Überfahrt des Zuflussbaches zur Saalach, fanden wir an der Felswand rechts, direkt am Radweg, das Rainbow-Divisionssymbol, das unmittelbar vor Kriegsende amerikanische Soldaten aufzeichneten und im Laufe der Jahre immer wieder aufgefrischt wird, ein historisches Denkmal zur Befreiung von der Naziherrschaft (siehe hierzu meinen Beitrag unter Sightseeing). Am Kniepass fährt man unter der Bundesstraße durch direkt zur orografisch linken Saalachseite. Zunächst geht es noch ein paar hundert Meter neben der Straße entlang bis zur Einmündung der Straße nach Reith. Wir bleiben auf der linken Flussseite und befinden uns immer noch auf dem Tauernradweg, hier auch Saalachtalweg bezeichnet. Der schön angelegte Uferweg gbit bald herrliche Blicke auf die Loferer Steinberge frei. Kurz vor Lofer lohnt dann ein Stop an dem berühmten Steg über die Saalach. Eine eigens angefertigte Aussichtsplattform, wenige Meter zu Fuß zu erreichen, gibt ein schönes Fotomotiv mit dem Steg. Allerdings ist dies nachmittags günstiger, weil dann der Steg sonnenbeschienen ist.
In Lofer lohnt eine Rast am Almbahngelände. Hier ist die Gaststätte geöffnet. Nun geht es die feine schmale Almstraße aufwärts, zunächst bis zur (Mittelstation Almbahn I). Bis hierher werden bei Bahnbetrieb sogar E-Bikes mitbefördert. Wir fahren dann in die, für Radler kostenfreie Mautstraße, ein und verlassen sie nicht bis zur Ankunft auf der Alm im unteren Bereich. Das verlassene Gebäude des ehemaligen Hotels "Haus Gertraud in der Sonne" (erbaut vom Besitzer des Rother Bergverlages für seine Frau) "erstrahlt" im alten Glanz rechts. Es folgt der Soderkaser -wie erwähnt geschlossen- und ebenfalls Gasthof Schönblick wo wir noch hinauf radeln. Kurz danach entscheiden wir uns nach rechts. Links geht der Weg aufwärts zum Sender und Marmorsee, den wir heute den wenigen Wanderern überlassen. Zum Schwarzeck hinauf sieht man nur noch Radler, die wie wir, bis zum Aussichtsturm oberhalb der Kechtalm auf der etwas ruppigen "Fahrbahn" unter die Reifenstollen nehmen.
Die Rückfahrt nach Unken geht vom Scharzeck abwärts auf der Nordseite Richtung Dietrichshorn über die Unkenberger Mähder hinunter auf guter Sandstraße bis auf Höhe Dax wo links die grandiose Abfahrt auf Asphalt bis zum Parkplatz zurück beginnt. Schöne Ausblicke immer wieder ins Tal und auf die Drei Brüder im Reiter Alm Massiv.
Die angegebene Zeit ist die reine Fahrzeit. Wir machten einen Vormittagsausflug daraus und wollten nach Abschluss der Tour um ca. 13 Uhr noch im Unkener Dorfcafe einkehren, aber auch hier ist Montag und Dienstag Ruhetag. Den Leuten sei der Ruhetag gegönnt und so fuhren wir wieder Richtung Heimat und kehrten im Dorfladen Hammer ein. Ein herrlicher Herbsttag in einem sehr schönen Berggebiet ging zu Ende.
Tour Galerie
Tour Karte und Höhenprofil
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