Es ist dies eine Überschreitung eines unbedeutenden Bergrückens südlich des Thumsees, dem Rabensteinhorn und dem Müllnerhörndl vorgelagert. Die Aussicht ist eher mäßig, am besten noch, wenn kein Laub auf den Bäumen mehr oder noch nicht ist. Die sonst üblichen gelben Wegweiser zum Kranzlstein fehlen komplett.
Ist es nun eine Berg- oder Klettersteigtour? Ich bezeichne die Runde als anspruchsvolle Bergtour, die absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangt. Mit einem Klettersteig im herkömmlichen Sinn (Sicherung, Helm usw.) hat der versicherte Weg nicht zu tun.
Los geht’s an dem großen neuen Kreisverkehr der B 305 am Antoniberg. Ein großer Platz ermöglicht das gebührenfrei Parken. Von dort sieht man auch schon den Einstieg, es wird auf die schwierige Begehung des Steigs hingewiesen. Am Beginn der Drahtseilversicherungen unterhalb der Reibwände wird auch noch auf die richtige, meiner Meinung nach nicht nötige Sicherung hingewiesen. Denn der gesamte Steig ist, auch dort, wo er nicht abgesichert ist, extrem steil und schmal. Ein Stolperer wird infolge der Steilheit in der Regel tödlich enden.
Nach einer knappen Stunde weist ein Wegweiser auf den Weg zum Paul-Gruber-Haus hin. Der „Umweg“ über dieses Haus dürfte die bessere Wahl sein, denn von dort ist der Weg zum Kranzlstein ausgetreten. Ich ging jedoch geradeaus weiter und suchte mir einen Weg über steiles Gras auf dem bewaldeten Rücken, der Richtung Nordosten über den Gebersberg zum Kranzlstein führt. Den Weg habe ich infolge Laubbedeckung nicht gefunden, ich blieb immer auf dem Kamm. In vielem Auf und Ab über umgestürzte Bäume usw. erreichte ich nach insgesamt 2 ½ Stunden den letzten, kreuzgeschmückten Gipfel, den Kranzlstein (im Gipfelbuch steht Kranzlstoa, 976 m) mit schöner Sicht nach Bad Reichenhall.
Der Abstieg ist leicht zu finden. Der Weg ist ausgetreten, nicht zu vergleichen mit dem Aufstieg. Er mündet zum Schluss in eine Forststraße ein, die am Thumsee in die Antonibergstrecke einmündet. Für den Rückweg zum Auto bestehen mehrere Möglichkeiten: Den Soleleitungsweg (aufgezeichnet), den Weg um den Thumsee herum und über die Antonibergkapelle oder aber bequem und schnell per Anhalter zurück.
Die Aufzeichnung meines Garmin: gut 10 km, 4 Sunden in Bewegung, 670 Hm Anstiege.
Es sei ausdrücklich auf die Gefährlichkeit dieses Wegs hingewiesen. 2 meiner Bergkameradinnen (Spitzenalpinistinnen) verunglückten in solch einem Gelänge tödlich!
Further information at
https://www.bad-reichenhall.de/thumseeTúra fotóalbuma
Túratérkép és magasságprofil
Megjegyzések
