Das Salzachufer südlich von Laufen Richtung Salzburg zu habe ich bereits in zwei Einträgen von der rechten Salzachseite im Bereich der Weitwörther Au bei Oberndorf hier beschrieben. Es war an der Zeit die gegenüberliegende Seite der Salzach auf deutschem Staatsgebiet etwas unter die Lupe zu nehmen. Eine kleine Wanderung in schöner Auenlandschaft zu Fuß oder mit dem Rad durchzuführen, ohne großen Aufwand mit schönen Eindrücken ist das Ergebnis. Zum einen die schöne Natur am Flußufer, daneben das kulturhistorische Schloß Triebenbach sind das Ergebnis einer kleinen feinen Wanderung.
Von Laufen kommend verläßt man die B 20 hinter dem Ortsteil Mayerhofen bei den letzten Bäumen direkt an der Straße links, hier direkt leicht abwärts zum Wald. Hier befindet sich leider keine Hinweistafel, also langsam herantasten und Augen offen halten. Im Wald gibt es eine paar Stellplätze für Wanderer. Nun gaht es zu Fuß weiter über den Stadtbach hinaus ans Salzachufer. Nun befindet man sich auf dem Salzachdamm der zugleich der Mozartradweg in Richtung Freilassing ist. Sehr schöne Ausblicke zur Salzach. Es gibt direkt am Salzachufer einen größeren Bereich, wo man sich auf Ruhebänken niederlassen kann. Die Stromsschnellen bringen etwas Abwechslung in den Flußlauf. In der Mitte der Stromschnellen wurde eine Rinne angelegt auf der die Kajak- oder Kanufahrer diese gefahrlos meistern können. Nicht Geübte können kurz vorher den Fluss verlassen und über eine Rampe nach den Stromschnellen wieder einsetzen. Gegenüber sieht man die Aussichskanzel von der Weitwörther Au. Nun geht es noch ein Stück flussaufwärts Richtung Freilassing an die Stelle, wo die Sur in die Salzach einmündet. Danach geht man auf dem Damm weiter etwas entfernt vom Wasser. Zur rechten Hand kommt das Schloß Triebenbach in Sicht und unweit danach verläßt man den Damm und geht rechts abwärts Triebenbach zu. Auf der schmalen Asphaltstraße zwischen einem Bauerngehöft vorbei, kommt man dem Schloß näher. In früheren Aufzeichnungen ist nachzulesen, dass Wolfgang Amadeus Mozart in jungen Jahren mit dem Boot von Salzburg kommend, öfter beim Schloß anlegte um dort zu musizieren. Er war mit dem Sohn des Schloßbesitzers befreundet. Triebenbach war einst ein Wasserschloß.
Wie bereits in meinen Einträgen zur Weitwörther Au ausgeführt, wurden in frühen Jahren schwerwiegende Umweltsünden derart verbrochen, als man die Salzach kanalisierte und begradigte. Die Folge waren zwar Landgewinne für die Landwirtschaft und Schifffahrt zur Salzbeförderung, mit der weiteren Folge, dass die Fließgeschwindigkeit des Wasser unheimlich zugenommen hat. Schloß Triebenbach war kein Wasserschloß mehr sondern lag nun in einer Wiese. Leidtragende war die Gemeinde Oberndorf, die sich vor schwerwiegenden Hochwassern nicht retten konnte. Des Weiteren hat sich der Fluß derart eingegraben, dass bei Laufen die Felsen der dortigen Stromschnellen weitere Schwierigkeiten für die Schifffahrt brachten. Vor einigen Jahren haben kluge Naturschützer und Politiker diesem Humbug ein Ende gesetzt und der Salzach wieder, mit einem enormen finanziellen Aufwand die Möglichkeit der Naturisierung gegeben. Gottseidank kann man da nur sagen!
Schloß Triebenbach kann nicht besichtigt werden. Es finden aber immer wieder Kunstaufführungen (Musik etc.) mit namhaften Künstlern statt und zu diesen Zeiten kann man den Innenhof des Schloßes und sogar einige Zimmer besichtigen. Für die Schloßbesitzer ein kleines Zubrot um dieses ehrwürige Bauwerk zu erhalten.
Hier zweigt auch der Mozartradweg in die andere Richtung nach Abtsee etc. in westliche Richtungen weiterlaufend. Die Fußwanderung findet dann bald wieder sein Ende. Der Kirchturm von Niederheining kündigt die Rückkehr zur B 20 an und beschließt diese kurzweilige kleine naturvolle und kunsthistorische Wanderung.
Further information at
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_TriebenbachGalerija izletov
Zemljevid in višinski profil izleta
Komentarji
