Super Bergwanderung von Krün zum Soiernhaus mit anschließender Soiernumrahmung (Gratwanderung rund um den Soiernkessel). Abstieg über den Seinskopf. Vor allem bei der Gratwanderung tolle Ausblicke bis zum Starnberger See, ins Karwendel, auf das Wettersteingebirge und natürlich den Soiernkessel.
Die angegebene Zeit enthält Pausen. Wir haben die Wanderung allerdings auf 2 Tage aufgeteilt, mit Übernachtung im Soiernhaus. Hier hat schon König Ludwig II. genächtigt. Aber wohl nicht zusammen mit 40 schnarchenden Wanderern. Ist aber trotzdem empfehlenswert.
Man sollte vielleicht noch den Aufstieg auf die Soiernspitze machen. Dazu müsste man an der Soiernscharte (direkt nach dem Aufstieg vom Soiernhaus) links gehen und noch 130 Höhenmeter aufsteigen.
An sich ist die Tour relativ einfach, es gibt allerdings vor allem auf dem kurzen Stück zwischen Feldernkreuz und Schöttelkarspitze einige schmale luftige Abschnitte.
Und wenn man die Tour auf 2 Tage aufteilt, braucht man auch nicht besonders viel Kondition. Nur der Abstieg vom Seinskopf zieht sich ziemlich in die Länge.

Soiern Umrundung
ich hab die Tour heute gemacht - an einem Tag - hab ganze 10 Stunden gebraucht.
Kurze Zusammenfassung der Eindrücke:
- Erst ging es rauf bis zur Fischbach Alm - es ist schon ein ziemlich weiter Hatsch auf einer Forststraße, aber dadurch, dass es auch dort schon teilweise recht steil ist, kommt keine Langeweile auf (ca. 7 km)
- der Lakaiensteig - ein Traum von einem Wanderweg - hat sehr viel Spaß gemacht, Natur pur - so will ich Berggehen.
- Soiernhaus und Soiernseen sehr schön.
- Der Anstieg zur Soiernspitze ist anfangs ebenfalls sehr schön und abwechslungsreich, zieht sich unendlich rauf - nicht zuletzt dann auch wegen des ewig langen und maximal steilen Geröllfeldes bis zur Soiernscharte - eine heftige Plagerei bis dahin.
- Ich bin dann auch noch auf die Soiernspitze (ca. 45 Min.) - alles sehr brüchig, viel Geröll, schwierig zu gehen.
- Das setzte sich dann fort zum Schöttelkar - auch da bin ich kurz rauf - technisch etwas anspruchsvoller, aber machbar.
- dann kam der Abstieg vom Schöttelkar bis Krün: Anfangs weiter rauf/runter/rauf/Geröll - dann nur noch steil mit teilweise mehr als einen Meter hohen Stufen immer wieder. Der Abstieg zooooog sich fast ohne Ende - eine Bullen-Anstrengung - viel mehr als der Aufstieg. Ich war heilfroh, als ich endlich wieder unten war.
Ich wollte die Hüttenübernachtung vermeiden, weil ich Beschreibungen von 20 Schnarchern gelesen habe. Wenn man das vor hat, sollte man sich konditionell wirklich fit fühlen - der Soiern-Aufstieg und dann speziell der Abstieg verlangen wirklich viel von einem ab, wenn man der GPS-Tour folgt.
Ich bin ein ziemlich aktiver Läufer, aber natürlich bin ich trotzdem heute fix und alle.
Nochmal die Tour, wenn mich jemand fragt? Naja, eine atemberaubende Natur die Soiern-Gruppe. Alles da oben groß, mächtig und majestätisch schön.
Allerdings mach ich DIESEN ABSTIEG NIE WIEDER! Mein Empfinden - andere mögen das vielleicht lieben ;-)
Richtigstellung
Ich bin Mountainbiker, der problemlos 1200 HM fahren kann (ohne Motor) und dabei zw 40 - 50 KM zurücklegt gern auch über Trails und vor allem ungeteerte Straßen. Aber die Tour brachte mich an meine Grenzen, weil ich dem Satz "man braucht kaum Kondition" geglaubt habe. Sorry, das ist anmaßend und für Leser, die diese EGO-pralerischen Angaben nicht entsprechend deuten können, lebensgefährlich. Auf der ganzen Tour am 2 Tag gibt es keine Hütte, wo man Essen oder trinken kaufen könnte.
Vor allem sollte man erwähnen: man braucht bei dieser Tour hohe Schwindelfreihet und Trittsicherheit, die ist nichts für Anfänger.
Wenn man aber die Beschreibung liest, kommt es einem so vor. Denkt bitte daran es ich nur Reinhold Messners da draussen, es gibt auch den Otto Normalo, der nur eine mittlere Kondition in Vergleich zu dem Autor hat. Für den kann das gefährlich werden.
LG Werner Dück